Google und das Dienste-Universum: Teil 2 – Feed Reader

Zweiter Schritt auf dem Alternativ-Weg zur Google-Servicewelt: Der Feed Reader.

Mit TinyTinyRSS gibt es eine hervorragende Möglichkeit RSS-Feeds zu abonnieren, zu synchronisieren und – dank einer Android-App – auch unterwegs zu lesen, auch nativ auf Tablets!

Die Installation ist nicht weiter kompliziert. Einzig wichtiges Detail ist, dass man bei seinem Webhoster die Möglichkeit braucht, Cronjobs zu verwenden. Dafür hat man dann die Möglichkeit die TinyTinyRSS  Instanz so einzurichten, dass sie mit mehreren Accounts genutzt werden kann. Sprich: Der geneigte Leser kann in seinem Bekanntenkreis Leuten, die nicht die Möglichkeit oder Fähigkeiten haben, die Software selbst aufzusetzen, den Dienst anbieten.

TinyTinyRSS bietet meiner Meinung nach alles, was Google Reader auch kann: Social Sharing an Twitter, Abonnieren von Twitter-Accounts via OAuth, Lesen von passwortgeschützten Feeds, Tastaturkürzel und sogar das Teilen von Feeds zwischen mehreren TTRSS-Instanzen.

Für den Wechsel von Google Reader zu TinyTinyRSS gibt es ein simple Anleitung (OPML-Export/-Import), ebenso wie für die grundsätzliche Installation. Eine Demo zum Rumspielen und vorab testen findet sich hier.

Wie bekomme ich Flash unter Linux?

Letzte Woche hat Adobe bekannt gegeben, den Flash Player für Linux sterben zu lassen künftig nicht mehr zu aktualisieren. Googles Chrome wird damit der einzige Browser sein, der unter Linux weiterhin Flashmedien unterstützt. An sich habe ich damit keinerlei Probleme, da ja die großen Videoportale wie Youtube und Vimeo mit gutem Beispiel voran gehen und auf HTML5 setzen. Es ist schön, zu beobachten, wie sich freie Standards nach und nach durchsetzen. Leider gibt es aber immer noch genügend Inhalte, die Flash voraussetzen. Was also tun?

 

Die herkömmliche Alternative: Gnash

Gnash ist das von der Free Software Foundation geförderte Projekt mit einer sehr aktiven Entwicklergemeinschaft im Hintergrund. Auch wenn es nur SWF bis Version 10 abspielen kann, bietet es doch eine rudimentären Ausweg aus dem proprietären Dilemma. Nicht zuletzt weil das Plugin Youtube-Videos nahezu perfekt wiedergeben kann. Das Tool ist in den Fedora Repositories und kann einfach installiert werden:

[root@fedora ~]# yum install gnash gnash-plugin

Wer Konqueror als Browser nutzt, kann anstatt “gnash-plugin” auch “gnash-klash” installieren:

[root@fedora ~]# yum install gnash-klash

 

Der Newcomer: Lightspark

Im Fedora-Zusatzrepository RPMFusion findet sich mit Lightspark eine weitere Möglichkeit, an die gewünschten Inhalte heranzukommen. An die Funktionalität von Gnash kommt es zwar nicht ganz heran, ist die Entwicklung doch noch relativ jung. Aber es ist doch immer gut noch weitere Wege offen zu haben. Installieren lässt sich Lightspark erst nachdem wir den Free-Bereich von RPMFusion aktiviert haben. Hier die nötigen Schritte unter Fedora 15 und 16:

[root@fedora ~]# wget http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm
[root@fedora ~]# yum localinstall --nogpgcheck rpmfusion-free-release-stable.noarch.rpm
[root@fedora ~]# yum install lightspark lightspark-mozilla-plugin

Das war’s!
Wie sind eure Erfahrungen damit? Oder verzichtet ihr eh schon ganz auf Flash?

 

Mobiler Mailclient – ein Anforderungsprofil

Ich bin derzeit auf der (verzweifelten) Suche nach einem vernünftigen Mailclient für Android. Folgende Anforderungen habe ich an die App:

MUST

  • IMAP-Ordner in Baum- oder Listenansicht
  • kurze Reaktionszeit
  • Hintergrundabruf von Mails
  • schlichte Oberfläche
  • mehrere Postfächer möglich
  • IMAP-Namensräume definieren (Stichwort “[Gmail]“)

NICE

  • Verschlüsselung (GPG, AGP)
  • IMAP mit Idle, sprich pushfähig
  • Autostart nach dem Boot

Kann ja nicht so schwer sein, oder?