IKEA ist der Teufel!

IKEA hat der Bastlerplattform ikeahackers.net per einstweiliger Verfügung untersagt, den Markennamen „IKEA“ zu verwenden. Über die Art der Kommunikation seitens des Konzerns kann man geteilter Meinung sein. Einer DIY-Seite direkt mit der juristischen Keule zu kommen, zeugt a) von mangelndem Fingerspitzengefühl und b) davon, dass IKEA halt eben nicht dein Freund ist, sondern ein Konzern der seine Rechte durchsetzt.

Das Geschrei in den üblichen Empörungskanälen ist natürlich jetzt groß. Endlich mal wieder ein Grund jeglichen Schräubchenfrust rauszubrüllen!
Was dabei leider untergeht, ist die Tatsache dass es bereits 2007 einen exakt gleichen Fall gab. Damals hatte IKEA dem deutschen Blog ikeahacker.de (surprise!) die Verwendung des Markennamens per Abmahnung untersagt. Das liegt jetzt also schon 7 Jahre zurück, durchaus eine Zeitspanne in der man sich hätte informieren und entsprechende Vorkehrungen treffen können. Vor allem, weil der Fall damals entsprechende Aufmerksamkeit bekam. Ich unterstelle der Betreiberin von ikeahackers.net genug Bewusstsein für die Problematik. Deshalb glaub ich auch, dass sie es einfach mal darauf hat ankommen lassen. Hat jahrelang funktioniert, ging jetzt nach hinten los, Pech gehabt.

Aber jetzt mit lautem Geschrei auf den bösen, bösen Konzern zu schimpfen ist nicht nur unfair – das ist lächerlich.