Die Bundestagwahl ist durch – und nu?

Die 2kommairgendwas Prozent für die Piratenpartei kommen nicht überraschend, sind aber trotzdem enttäuschend. Umso wichtiger ist es, sich Gedanken über die Gründe zu machen und Knackpunkte rauszufiltern.

Christopher Lauer hat sich ein paar Gedanken gemacht, warum es für die Piraten im Bund nicht gereicht hat – und woran wir arbeiten werden. Er formuliert da vieles, das auch beim Augsburger Core-Team in den letzten Tagen so rumgewabert ist. Viele der Punkte strahlen sowohl in die Landtagswahl, aber auch lokal rein und müssen deshalb auch mit einem Blick aufs Gesamte angegangen werden. Das wird einiges an Zeit brauchen, gerade wenn es um die Findung einer „Identität“ für die Piraten geht.
Auch die Vorbereitung für Europa- und die nächste Bundestagwahl sind Langzeitprojekte.

Jetzt haben wir hier in Bayern aber mit der Kommunalwahl ein Ding vor der Tür, das unsere Aufmerksamkeit ab sofort braucht. Hier ist es gerade an den lokalen Teams – falls noch nicht geschehen – Themen zu besetzen und deutlich zu machen, warum es Piraten in den Stadt- und Gemeinderäten dringend braucht.

Kommunales Programm
Für Augsburg haben wir bereits Anfang 2013 eine deutliche Richtung festgelegt: Mit einem Programm, das gerade bei den brennenden Punkten Kultur, Transparenz und Bürgerbeteiligung sehr ausführliche Forderungen aufstellt. Diese werden wir im Oktober oder November voraussichtlich noch einmal erweitern und verfeinern, und damit versuchen im Wahlkampf Anfang 2014 die Augsburger Bürger von einer offen und zugänglich gestalteten Stadtpolitik zu überzeugen.

Kommunale Köpfe
Gleichzeitig ist aber auch ein Fazit aus den vergangenen Wahlen, dass wir es nicht geschafft haben Identifikationspersonen für unsere gesellschaftlichen Visionen und das Menschenbild der Piraten aufzubauen. Speziell in Bayern ist das einer der größten Knackpunkte, auf Bundesebene waren wir mit Katharina Nocun im Mai schlicht zu spät dran. Auf kommunaler Ebene ist das etwas leichter, es gibt einige Piraten die in der Außenwahrnehmung eng mit der Partei verknüpft sind. Diese Leute und ihre Vorstellung, wie Augsburg sein sollte, gilt es deutlich nach außen zu transportieren.

Die Identifikation von aktiven Piraten in Augsburg mit der Partei vor Ort ist das Ergebnis intensiver und konstanter Arbeit in den letzten vier Jahren; der „Ertrag“ wenn man so will. Von diesem sollte die Partei nun unbedingt auch profitieren.
Teilweise auch bedingt durch meine zwei Jahre im Kreisvorstand bin ich wohl einer von diesen Leuten – ob ich will oder nicht. Dass ich mich für den Wahlkampf nach Kräften einsetzen werde, versteht sich von selbst. Lange gerungen habe ich aber mit der Frage, ob ich für die Stadtratsliste zur Verfügung stehe. Nicht zuletzt, weil es dabei um den Zeitraum von 6 Jahren geht, den ich natürlich auch erfüllen will. Dafür galt es auch im privaten ein paar Eckpunkte klar zu legen. Am Ende hat aber der Wunsch, meinen Teil zur Piraten-Politik beizutragen, überwogen.

Meine „Konsequenzen“
Der heutige Wahltag war nicht schön für uns alle. Deshalb möchte ich da auch ein Zeichen setzen und den gemeinsamen Blick in die Zukunft richten: Ich werde für die am 03.11. geplante Listen-Aufstellung zur Augsburger Stadtratswahl kandidieren.

Über meine Kandidatur und die mir wichtigen Inhalte für den Wahlkampf folgt die Tage noch ein extra Blogpost.

5 Gedanken zu „Die Bundestagwahl ist durch – und nu?“

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