Meine Vorstellung zur Stadtratskandidatur

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Ich mag keine Parteien. Ihr auch nicht. Eigentlich mag niemand Parteien.
Denn Parteien sind alt, machtgierig und doof.

Für Politik interessieren sich aber viele; bestes Indiz hierfür ist die breite Politikverdrossenheit in unserer Gesellschaft, die eigentlich eine Parteienverdrossenheit ist.
Für Parteien hingegen sehr wenige und es werden immer weniger.
Denn in Parteien geht es immer nur um Eigeninteressen von wenigen Einzelnen und Machtgeschiebe, um diese durchzusetzen. Anstatt in Parteien ständig gegen neue künstliche Wände zu laufen, engagieren sich Menschen also lieber in Gruppen ohne Hierarchien, mit gemeinsamen Zielen und der Aussicht tatsächlich etwas zu bewegen.

Wenn Parteien also doof sind – was dann?

Ich bin zu den Piraten gekommen, weil sie aus meiner Sicht eigentlich keine Partei sind. Sie sind eine Gruppe ohne große Hierarchien, einer gemeinsamen Idee und mit der nahezu einmaligen Chance tatsächlich etwas zu verändern und zu bewegen. Daran hat sich auch vier Jahre später nichts geändert, egal wie professionell wir mittlerweile arbeiten. Wir sind inzwischen Deutschlands größte Lobbyorganisation für Freiheitsrechte und gesellschaftliche Gerechtigkeit. Und alle geschaffenen Strukturen sind diesem Ziel untergeordnet, nichts davon erfüllt einen reinen Selbstzweck.

Die Piraten sind für mich ein Hack, sprich der Versuch auf möglichst effizientem Weg Dinge zu erreichen, von denen viele profitieren. Das mag keine besonders schöne Lösung sein, weil man da natürlich das Politikspiel ein Stück weit mitspielen muss. Aber entscheidend ist, dass es funktioniert und am Ende mehr Leute auf politische Entscheidungen einwirken können.

Das Konstrukt „Partei“ ist dabei ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck das genau so auch verwendet werden soll: Stellt euch die Partei als einen Dosenöffner vor. Mit diesem Öffner bekommt die Bevölkerung Zugang zur geschlossenen Gesellschaft der Parlamente, auch hier in Augsburg. Wir Piraten widerum sind diejenigen, die dieses Werkzeug bedienen können. Dieses Wissen haben wir uns über die Jahre mit interner Formalitäten- und Programmarbeit angeeignet.

Die Frage ist: wen interessiert’s?
In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, diesen „Hack“ zu vermitteln; der breiten Bevölkerung zu zeigen, welche Möglichkeiten die Piraten (im wörtlichen Sinn) eröffnen können. Zu zeigen, was wir konkret wollen, was wir anders machen wollen. Dafür werden wir gewählt, diese Ziele gilt es nach außen zu tragen.

Dazu kommt noch, dass wir Vereine und Bürgerinitiativen mit einladen müssen. Menschen, die etwas bewegen wollen – aber keine politische Lobby haben. Wenn ich mir anschaue, wie viele Initiativen es alleine in der näheren Vergangenheit gab, die Ideen und Ziele für den Stadtrat hatten – und wie viele davon wieder eingeschlafen sind, ist das wirklich traurig. Denn viel zu selten hat ihnen jemand zugehört. Diesen Leuten müssen wir strukturelle Unterstützung anbieten; dabei helfen, dass aus ihren Wünschen politische Forderungen werden. Wenn man so will: politische Aufbauarbeit leisten.

Für mich bedeutet das, dass ich das weiter mache, was ich parteiintern in den letzten Jahren auch gemacht habe: Vernetzung schaffen, im Team individuelle Wege erarbeiten und Inhalte gezielt nach vorne bringen. Ich möchte Probleme gemeinsam mit Parteibasis und Bevölkerung aufgreifen, Ideen und Lösungen entwickeln, Mehrheiten bilden, Dinge umsetzen.

Dafür sind in meinen Augen die Piraten da und dazu will ich meinen Teil beitragen.

26 Gedanken zu „Meine Vorstellung zur Stadtratskandidatur“

  1. gähn. bis auf „freiheitsrechte“ keinerlei inhalt. und dafür soll ich dich in den SR wählen? die sch** kameras in augsburg hängst du auch nicht ab. und die bescheuerten platzsatzungen bekommst du vielleicht ein wenig gelockert. das reicht mir nicht als inhalt. dann doch lieber links oder grün wählen…

    1. Danke für deinen freundlichen Kommentar.
      Lies das Programm der Augsburger Piraten, da steht das alles drin. In meiner Rede geht es um meine Motivation, dass ich unsere Ziel versuchen werde umzusetzen versteht sich von selbst. Muss man also nicht extra nochmal wiederholen.

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