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Update-Benachrichtigungen mit Xfce & Debian

Im Gegensatz zu anderen Desktopumgebungen hat Xfce keine eigene Updateroutine und benachrichtigt somit auch nicht über bereitstehende Aktualisierungen. Bei Xubuntu behilft man sich über das „Indicator Applet“ in der Werkzeugleiste. Bei Debian nicht, worüber ich ganz froh bin, wenn ich mir den Indicator so ansehe…

Nun hat aber nicht jeder Lust regelmäßig mit apt im Terminal nachzusehen, ob und was es Neues in den Paketquellen gibt. Hier springt pk-update-icon das über den PackageKit-Dienst Aktualisierungen abgefragt und dann ggf. eine Benachrichtigung über den Benachrichtigungsdienst auslöst.

Installation
Hierbei werden ein paar nötige Abhängigkeiten installiert, genauer die Funktionen zum Prüfen und Installieren von Paketupdates.

sudo apt install pk-update-icon

Konfiguration
Grundsätzlich ist hier keine Anpassung nicht nötig. Einmal kurz aus- und wieder einloggen genügt. Mit der Installation wird pk-update-icon systemweit in den Autostart genommen und Anwender einmal täglich informiert. Die entsprechende .desktop Datei liegt in /etc/xdg/autostart und gilt somit für jeden Benutzer des Rechners.

Wer dennoch Anpassungen daran vorzunehmen kopiert man die Datei einfach in ~/.config/autostart/ und bearbeitet sie mit einem Texteditor. Zum Beispiel fügt man in der Zeile beginnend mit Exec=pk-update-icon (hier rot markiert) den Parameter -i 21600 an, um alle 6h auf Updates zu prüfen. Änderungen in allen anderen Zeilen sind kaum sinnvoll, machen aber auch nichts kaputt.

[Desktop Entry]
Name=PackageKit Update Applet
Name[cs]=Aktualizační aplet PackageKit
Name[de]=PackageKit Aktualisierungsapplet
Name[fr]=Applet de mise à jour PackageKit
Name[id]=PackageKit Update Applet
Name[sk]=PackageKit Aktualizačný Applet
GenericName=Update Applet
GenericName[cs]=Aktualizační aplet
GenericName[de]=Aktualisierungsapplet
GenericName[fr]=Applet de mise à jour
GenericName[id]=Update Applet
GenericName[sk]=Aktualizačný Applet
Comment=PackageKit Update Applet
Comment[cs]=Aktualizační aplet PackageKit
Comment[de]=PackageKit Aktualisierungsapplet
Comment[fr]=Applet de mise à jour PackageKit
Comment[id]=PackageKit Update Applet
Comment[sk]=PackageKit Aktualizačný Applet
Icon=system-software-update
Exec=pk-update-icon -i 21600

Terminal=false
Type=Application
Categories=Utility;GTK;TrayIcon;
NotShowIn=KDE;GNOME;

Aus Stretch wird Buster: Mit Testing auf dem Weg zu XFCE 4.14

Nachdem Debian Stretch vorletztes Wochende zu Stable wurde, ist es für mich Zeit weiter zu ziehen. Fix die sources.list angepasst (zusätzliche sources.list.d/* nicht vergessen zu prüfen!) und los geht’s:

sudo sed -i 's/stretch/buster/g' /etc/apt/sources.list

Mit „Buster“ steht natürlich der neue Testing-Zweig schon fest und bringt bereits einen ganzen Schwung an Aktualisierungen mit. Insgesamt 227 zu aktualisierende Pakete sind eine Menge, womit ich gar nicht gerechnet hatte. Aber das ist auch das erste Mal, dass ich ohne Neuinstallation einen Versionssprung bei Debian mitmache.

Für u.a. folgende Pakete mit XFCE-Bezug gab es Aktualisierungen, grün markierte enthalten neue Features. Die übrigen erhielten nur Fehlerbehebungen oder marginale Änderungen.

Paket

greybird-gtk-theme
lightdm
light-locker
ristretto
tumbler
xfce4-notifyd
xfce4-pulseaudio-plugin
xfce4-terminal
xfdesktop4

Buster

3.22.2
1.18.3-3
1.7.0-4
0.8.2
0.1.32
0.3.6
0.2.5
0.8.4
4.12.3-4

Stretch

3.22.0
1.18.3-1
1.7.0-3
0.8.1
0.1.31-2+b3
0.3.4
0.2.4
0.8.3
4.12.3-3

Upstream

3.22.4
1.22.0
1.7.0
0.8.2
0.1.92
0.3.6
0.2.5
0.8.5
4.13.1


Hier noch die interessanten Änderungen im Detail:

  • greybird-gtk-theme erhält grundlegende Unterstützung für dunkle Themes, wie man sie von anderen Themes oder Gnome kennt.
  • Ristretto erkennt Dateien nicht mehr anhand ihrer Dateiendung sondern nutzt jetzt Mimetypes. Anhand dieser Typen werden Dateien ab sofort auch sortiert. Zusätzlich erhält es ein Funktion für horizontales/vertikales spiegeln.
  • Bei xfce4-pulseaudio-plugin lassen sich Benachrichtigungen jetzt in den Einstellungen abschalten und werden ab sofort nicht mehr beim Start automatisch angezeigt.
  • Der Dropdown-Modus des XFCE Terminals erhält eine weitere Einstellungsmöglichkeit: man kann jetzt Rahmen um das Dropdown-Fenster (de)aktivieren.
  • In xfdesktop4 wurde eine Regression behoben, welche das Selektieren von Ordnern in der Wallpaperauswahl verhinderte.

(Bild: Pixar Wiki)

Quicktipp: Ordnerpfad in der Thunar-Titelleiste zeigen

In der Titelleiste des Xfce Dateimanagers Thunar wird standardmäßig nur der Name des aktuellen Verzeichnisses angezeigt. Um den vollen Pfad angezeigt zu bekommen, kann man diese versteckte Einstellung mit folgendem Terminalbefehl aktivieren:

xfconf-query --channel thunar --property /misc-full-path-in-title --create --type bool --set true

Analog dazu lässt sich diese Einstellung auch wieder rückgängig machen:

xfconf-query --channel thunar --property /misc-full-path-in-title --set false

(Quelle)

XFCE Tipp: Fenster ohne Titelleiste

Gerade auf kleinen Displays ist man ja für gesparten Platz sehr dankbar. Mit XFCE lässt sich ab Version 4.12 direkt mit den Bordmitteln die Titelleiste beim Maximieren eines Fensters komplett verstecken.

  1. Xfconf („Einstellungsbearbeitung“) findest du in den Einstellungen ganz unten oder du suchst einfach im Whisker-Menü nach „xfconf“ bzw. „Einstellungsbearbeitung“.
  2. In der Seitenleiste von Xfconf scrollst du zu „xfwm4„, der zweite Punkt von unten. Nun erhältst du eine ganze Reihe Einträge im Hauptfenster. Der relevante ist „titleless_maximize„, also relativ weit unten in dieser alphabetisch sortierten Liste. Dort klickst du in der Spalte „Wert“ auf die Checkbox um sie zu aktivieren.
  3. Fertig! Zum Überprüfen öffnen wir ein Thunar-Fenster. Die Titelleiste sollte nun beim maximieren verschwinden. Den Unterschied verdeutlicht folgendes GIF:

Mein XFCE Desktop im Juni 2017

Es wird Zeit, mal wieder meinen Desktop zu zeigen und wie ich ihn für mich angepasst habe. Sean hat das hier mit Xubuntu gemacht, ich übernehme die übersichtliche Struktur gerne.
Das Gerät ist ein ThinkPad x220 mit i5-2520M und 16GB RAM, einer 120GB Samsung 840 SSD, „gemoddetem“ BIOS und 9-Zellen/73,3Wh Nachbauakku.

Konfiguration

  • Desktop
    • Distribution: Debian Testing (Stretch)
    • Desktopumgebung: Xfce
    • Window Manager: Xfwm4
  • Themes
    • GTK: Arc-Grey-Darker (GitHub)
    • Window Manager: Arc-Grey-Darker (GitHub)
    • Icons: Arc Limon (GitHub)
    • Cursors: Adwaita
    • Firefox: Arc-Darker (GitHub)
  • Schriften
    • Standard: Lato Regular 10
    • Window Manager: Lato Bold 10
    • Monospace: Monospace Regular 10
  • Wallpaper: Incense Stick in balinese rainforest (CC0, Artem Beliaikin)
  • Panel Plugins
    • Whisker-Menü (Homepage)
    • Benachrichtigungsfläche
    • Energieverwaltung
    • PulseAudio Plugin
    • Orage-Uhr
  • Programme im Tray
    • Audacious
    • Gajim
    • Liferea
    • Nextcloud Client (HowTo)
    • Redshift
    • Thunderbird (plus Firetray)

 

Tipps & Tricks

  • Symbol des Whisker-Menü auf debian-emblem-white setzen (siehe Screenshot)
  • Desktopsymbole deaktivieren
  • Panel: Alpha auf 85% setzen
  • Fensterknöpfe: Knopfbeschriftungen anzeigen deaktivieren, Griff anzeigen deaktivieren, Flache Knöpfe aktivieren (siehe Screenshot)
  • Super Key auf das Whiskermenu legen (ksuperkey installieren)
  • In der Fensterverwaltung unter „Anordnung der Knöpfe“ alle außer Schließen entfernen.

 

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