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Quicktipp: Ordnerpfad in der Thunar-Titelleiste zeigen

In der Titelleiste des Xfce Dateimanagers Thunar wird standardmäßig nur der Name des aktuellen Verzeichnisses angezeigt. Um den vollen Pfad angezeigt zu bekommen, kann man diese versteckte Einstellung mit folgendem Terminalbefehl aktivieren:

xfconf-query --channel thunar --property /misc-full-path-in-title --create --type bool --set true

Analog dazu lässt sich diese Einstellung auch wieder rückgängig machen:

xfconf-query --channel thunar --property /misc-full-path-in-title --set false

(Quelle)

XFCE Tipp: Fenster ohne Titelleiste

Gerade auf kleinen Displays ist man ja für gesparten Platz sehr dankbar. Mit XFCE lässt sich ab Version 4.12 direkt mit den Bordmitteln die Titelleiste beim Maximieren eines Fensters komplett verstecken.

  1. Xfconf („Einstellungsbearbeitung“) findest du in den Einstellungen ganz unten oder du suchst einfach im Whisker-Menü nach „xfconf“ bzw. „Einstellungsbearbeitung“.
  2. In der Seitenleiste von Xfconf scrollst du zu „xfwm4„, der zweite Punkt von unten. Nun erhältst du eine ganze Reihe Einträge im Hauptfenster. Der relevante ist „titleless_maximize„, also relativ weit unten in dieser alphabetisch sortierten Liste. Dort klickst du in der Spalte „Wert“ auf die Checkbox um sie zu aktivieren.
  3. Fertig! Zum Überprüfen öffnen wir ein Thunar-Fenster. Die Titelleiste sollte nun beim maximieren verschwinden. Den Unterschied verdeutlicht folgendes GIF:

Quicktipp: Benutzer wechseln mit XFCE unter Debian Stretch

Vorweg: Die Anleitung bezieht sich auf Debian Stretch (Testing), sollte aber auch mit Stable bzw. Sid funktionieren.

Neuerdings brauche ich auf meinem Notebook zwei Benutzerkonten – eins privat und eins beruflich. Um nicht alle Fenster immer wieder öffnen und alles neu laden zu müssen gibt es bei Xfce ja so ein kleines Applet für die Menüleiste bzw. einen Button im Whisker-Menü. Leider funktionieren die unter Debian Stretch nicht auf Anhieb. (Das kann gut an meiner Minimalinstallation liegen!)

Jedenfalls lässt sich der Umstand sehr leicht beheben.

Für das Whisker-Menü:

  1. LightDM installieren
    Du solltest LightDM installiert haben, wovon in der Regel auszugehen ist. Außer du findest den textbasierten Login super, aber dann brauchst du auch keinen grafischen Benutzerwechsel. Also:
    sudo apt install lightdm
  2. Rechtsklick auf das Whisker-Menü Eigenschaften Reiter „Befehle“
    Hier trägst du bei „Benutzer wechseln“ Folgendes ein:
    dm-tool switch-to-greeter
  3. Schließen, fertig.

Für das Applet „Aktionsknöpfe“:

Dieses Applet sucht nach einem Teil von Gnomes Display Manager GDM3. Den willst du nicht installieren, außer du legst Wert auf rund 380 MB sinnlos verbrauchten Festplattenplatz. Also müssen wir dem Applet einen gdmflexiserver vorgaukeln:

  1. sudo nano /usr/local/bin/gdmflexiserver
  2. Das hier reinkopieren und speichern (Strg+X):
    #!/bin/sh
    /usr/bin/dm-tool switch-to-greeter
  3. Die Datei noch ausführbar machen:
    sudo chmod +x /usr/local/bin/gdmflexiserver
  4. Applet entfernen und wieder hinzufügen – fertig!

Liferea 1.12 von Hand unter Debian Stretch installieren [Update]

Update: Mittlerweile ist v1.12-rc1 in den Repositories verfügbar.

Liferea ist ein feiner Desktopclient für RSS-Feeds, der nebenbei auch noch mit TinyTinyRSS synchronisiert. So lassen sich mobil auf dem Smartphone und zu Hause am PC gelesene Feeds sauber auf dem gleichen Stand halten.

In den Repositories von Debian Stretch (wie auch in allen anderen Debian Suiten) ist selbstredend nur eine stabile Version von Liferea verfügbar. Leider ist diese Version seitens des Upstreams schon ziemlich alt (v1.10.19) und auch nur ein Wartungsrelease, was das ganze nicht gerade besser macht. Aber der Entwickler ist glücklicherweise fleißig und hat Mitte September einen ersten RC1 veröffentlicht der eine Vielzahl an Verbesserung bringt!

Hier nun die nötigen Schritte um Liferea 1.12-rc1 von Hand zu kompilieren:

  1. Liferea ist bei dir bereits installiert? Weg damit!
    sudo apt purge liferea liferea-data
  2. Abhängigkeiten installieren
    sudo apt install libtool gettext libxml2-dev libxslt1-dev sqlite3  libsqlite3-dev libwebkitgtk-dev libjson-glib-dev libgirepository1.0-dev gsettings-desktop-schemas-dev libpeas-dev libwebkit2gtk-4.0-dev

    Optional, aber für die Nutzung von Plugins nötig:

    sudo apt install python3-cairo
  3. Quellcode herunterladen, entpacken und ins Verzeichnis wechseln
    wget https://github.com/lwindolf/liferea/releases/download/v1.12-rc1/liferea-1.12-rc1a.tar.bz2
    
    tar jxvf liferea-1.12-rc1a.tar.bz2
    
    cd liferea-1.12-rc1a
  4. Stop – eigentlich käme jetzt ./configure, aber bei Debian Stretch würdest du in folgende Fehlermeldung laufen:
    "You should recreate aclocal.m4 with macros from libtool..."
    Um das zu vermeiden, erzwingst du die erneute Erzeugung der genannten Skripte mit den korrekten Versionen.

    autoreconf --force --install
  5. Aber jetzt, der bekannte Dreisatz:
    ./configure
    make
    sudo make install

    Das war alles. Ich bin gespannt, wie sich Liferea entwickelt. Bis jetzt sieht das alles schon recht gut aus. Und vielleicht schauen sich andere Clients (ja, Akregator – du bist gemeint!) dann auch mal endlich den TTRSS-Sync ab.

GIMP-Tipp: Grünen Rand beim Anti-Aliasing loswerden

gimp-logoGIMP verwendet für die Darstellung von Schriften sein eigenes Subpixel-Rendering. Das führt dazu, dass mit den Standardeinstellungen ein hässlicher grüner Rand um die Schriften angezeigt – und auch beim Export mit weitergegeben wird.

Dies lässt sich mit einem einfachen Tipp unterbinden:

  1. Eigene fonts.conf für GIMP erstellen:
     vim .gimp-2.8/fonts.conf
  2. Diese Einstellungen kopieren und einfügen:
    <fontconfig>
      <match target="font">
        <edit name="rgba" mode="assign">
          <const>none</const>
        </edit>
      </match>
    </fontconfig>
  3. Speichern, GIMP neu starten – fertig!
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